| Schweres akutes respiratorisches Syndrom (SARS) Hinweise der Bundesärztekammer und des Robert-Koch-Institutes Aufgrund der Zunahme von Erkrankungsfällen mit schwerem akuten respiratorischem Syndrom, die sich nicht nur auf den fernen Osten beschränken, hat die Bundesärztekammer im Ärzteblatt (Heft 13/2003 vom 28.03.2003) folgende Stellungnahme abgegeben: Die Erkrankung SARS manifestiert sich anfangs mit grippeähnlichen Symptomen und kann nach einigen Tagen, auch bei jungen Menschen, in eine Pneumonie und zum Teil in eine Schocklunge übergehen. Der Erreger dieser Erkrankung ist bisher nicht bekannt. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch wahrscheinlich vorwiegend durch Tröpfcheninfektion. Patienten scheinen erst und vor allem dann infektiös zu sein, wenn sie symptomatisch werden. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis sieben Tage. Ein Verdachtfall von (SARS) ist gegeben, wenn
Ein wahrscheinlicher Fall von SARS ist gegeben, wenn Kriterien für einen SARS-Verdachtsfall erfüllt sind und mindestens eine der folgenden Bedingungen vorliegt:
SARS kann zusätzlich auch von Kopfschmerzen, Muskelsteifigkeit, Appetitverlust, Übelkeit, Verwirrtheit, Ausschlag oder Durchfall begleitet sein. Die genannten Symptome sind jedoch keine Kriterien für einen Verdachtsfall. Ein enger Kontakt liegt vor, wenn ein Patient mit SARS gepflegt oder auch körperlich untersucht wurde, eine gemeinsame Wohnung bewohnt wurde oder ein direkter Kontakt mit Atemwegssekreten oder Körperflüssigkeiten mit einem an SARS Erkrankten stattfand. Länder und Regionen, in denen wahrscheinlich SARS-Fälle aufgetreten sind, sind Kanada (dort nur die Regionen Toronto und Vancouver), China (dort nur Hongkong und die Provinz Guangdong), Singapur und Vietnam (dort nur die Region Hanoi). Empfehlungen zum Vorgehen: Zur Vermeidung von Infektionen im Bereich des Gesundheitswesens erscheint es geboten, bei erstmaliger Vorstellung eines Patienten mit akuter respiratorischer Symptomatik und einem Auslandsaufenthalt in einem der Länder mit SARS-Erkrankungsherden innerhalb der letzten 10 Tage, bei der weiteren körperlichen Untersuchung eine „erweiterte Standardhygiene“ zu beachten. Hierzu zählen neben dem Tragen von Handschuhen und hygienischer Händedesinfektion das Tragen eines dicht anliegenden Mund-Nasen-Schutzes. SARS-Hotline des Robert-Koch-Instituts: 0 18 88/754 35 36 Prof. Dr. med. P.
Sefrin
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